Fahrradcodierung

Codiertermine

Wegen Corona haben wir dieses Jahr nur ein sehr eingeschränktes Angebot.

  • 26. Juni, 9-12 Uhr – vor der Universitätsbibliothek (bereits ausgebucht)
  • 10. Juli, 9-12 Uhr – bei SON, Aixerstraße 44, Tübingen
  • 28. August, 9-12 Uhr  – bei SON, Aixerstraße 44, Tübingen
  • 18. September, 11-16 Uhr – Codierung im Rahmen der Aktion Ökologisch mobil, Karlstraße, Tübingen

 

Bitte beachten Sie:
Eine Anmeldung an Codierung-tuebingen [at] adfc-bw.de ist erforderlich.

 

Wir brauchen in diesem Bereich dringend neue Aktive. Haben Sie Spaß an Fahrrad und Technik. Melden Sie sich bei uns! Wir arbeiten Sie gerne ein.

Wozu Fahrradcodierung?

Die ADFC-Fahrradcodierung nach dem Bergisch-Gladbacher Verfahren ist ein Baustein im ADFC-Konzept zur Diebstahlprävention. Neben guten Abstellanlagen und sicheren Schlössern bietet eine flächendeckende Einführung der Fahrradcodierung die Chance, die Zahl der Diebstähle deutlich zu senken und die Aufklärungsquote zu erhöhen. Die Information der Radfahrenden, des Fahrradfachhandels und der Öffentlichkeit über diese Möglichkeit der Diebstahlvorbeugung ist daher ein wichtiges Ziel des ADFC. 

Die Fahrradcodierung basiert auf dem von der Polizei in Bergisch-Gladbach entwickelten Codierverfahren (Bergisch-Gladbacher Verfahren). Mit der Gravur verschlüsselter, personenbezogener Daten in den Rahmen sind Fahrräder eindeutig der Eigentümerin/dem Eigentümer zuzuordnen.

Die Codierung schreckt potentielle Diebe ab oder erschwert zumindest dem Dieb den Weiterverkauf des gestohlenen Fahrrades. Der Verkaufswert des Fahrrades sinkt erheblich. Die Hemmschwelle für potentielle Diebe steigt bei codierten Fahrrädern nachweisbar. 

Weitere Vorteile der ADFC-Fahrradcodierung sind:

  • Durch das geringere Diebstahlrisiko erhalten codierte Fahrräder bei der ADFC-Diebstahlversicherung einen Rabatt von zehn Prozent bei der Ersteinstufung. 
  • Einfachere Aufklärung von Fahrraddiebstählen durch die Polizei aufgrund des personenbezogenen Codes. 
  • Polizeikontrollen sind schnell und ohne großen Aufwand möglich. 
  • Eine Registrierung des Codes in gesonderten Datenbanken ist aufgrund der bereits gespeicherten Kfz- und Straßenschlüssel nicht erforderlich. 
  • Aufgefundene Fahrräder können dem Eigentümer schnell zugeordnet und wieder übergeben werden. 
  • Die Codierung kann nicht versehentlich zerstört werden. Vorsätzlich kann sie nur mit großem Aufwand entfernt werden.

Daraus besteht der Code

Die auf den Besitzer bezogene Zuordnung des Fahrrades wird durch den Code erreicht, der aus dem Landkreis bzw. der kreisfreien Stadt, dem Wohnort, der Straße und den Initialen des Namens gebildet wird.
Beispiel: TÜ 041 34306 089 HM

  • polizeiliches Kennzeichen
    041 Gemeindeschlüssel
    Das Statistischen Landesamt hat der Universtitätsstadt Tübingen den Gemeindeschlüssel 041 zugeordnet. Jede andere Gemeinde im Landkreis Tübingen hat statt 041 eine andere Schlüsselzahl erhalten. Eine weitere Aufteilung nach Teilorten ist nicht erforderlich, da in allen Teilgemeinden einer Gemeinde ein Straßenname nur einmal vorkommt. So hat zum Beispiel die Gemeinde Ammerbuch den Gemeindeschlüssel 048. 
  • 34306 Straßenschlüssel
    Das Statistische Landesamt bzw. die Katasterverwaltungen haben die Straßen jeder Gemeinde mit fünfstelligen Schlüsselzahlen erfasst. Beispielsweise hat die Wilhelmstraße in Tübingen dei Nummer 34306. 
  • 089 Hausnummer
    Für die Hausnummer werden drei Stellen verwendet. Ist sie nur ein- oder zweistellig, wird mit Nullen aufgefüllt. Bei Wohnanlagen, bei denen ein Zusatz wie z.B. .../3 bzw. .../B steht, kann dieser aus Platzgründen weggelassen werden. 
  • HM Initialen des Eigentümers
    Am Ende des Codes werden zwei Namensinitialen des Eigentümers eingesetzt, aus denen auf den Vor- und Familiennamen geschlossen werden kann. Zum Beispiel Hans Mustermann - HM. Bei Doppelnamen wird nur der erste Buchstabe des (Familien-)Namens verwendet. Ein "von" wird weggelassen.

Wie wird der Code am Fahrrad angebracht?

Der Code wird durch ein spanloses Verfahren ca. 0,1 bis 0,2 mm tief in das Metall des Fahrradrahmens eingeprägt. Die Codierung erfolgt aus Stabilitätsgründen stets in dem Bereich des Sattelrohrs, in den die Sattelstütze eingeschoben ist. 
Die Codierung wird möglichst auf der rechten (Ketten-) Seite des Sattelrohrs angebracht. Zweitcodierungen (aufgrund von Umzug oder Verkauf oder Heirat) halten wir nicht für empfehlenswert. Statt dessen ist dem neuen Eigentümer der Original-Codierpass zu überlassen. 

Die Gravur und Rahmenstabilität

In einem Gutachten der Technischen Universität Aachen wurde festgestellt, dass eine Gravurtiefe von bis zu 0,2 mm bei einem Aluminium- oder Stahlrohrrahmen die Rahmenstabilität nicht beeinträchtigt. Die Gravur sollte ”im Sattelrohr zwischen dem Anlenkpunkt der Hinterbau-Sattelstrebe und der Hinterbau-Kettenstrebe angebracht sein”, erläutert das Gutachten. Das heißt, es ist am Sattelrohr möglichst nah an der Sattelklemmung zu gravieren. Dies gilt auch für Aluminiumrahmen.
Die Gravur sollte auf keinen Fall auf dem Teil des Sattelrohrs angebracht werden, der über das Oberrohr hinausragt. 

In welchen Fällen sollte nicht codiert werden?

Nicht geeignet für die Codierung sind Rahmen aus Carbon, Titan oder verchromte Rahmen. Bei sehr kleinen Kinderrädern kann u.U. das Codiergerät nicht so angebracht werden, dass eine Gravur möglich ist (zu kurze Rahmenrohre).
Weniger geeignet ist das Codierverfahren für Leute, die häufig umziehen (alternativ muss eine Ummeldebescheinigung mitgeführt werden). 

Was kostet die Fahrradcodierung?

Der für die Codierung zu entrichtende Preis orientiert sich an den Preisen des Fahrradfachhandels, mit dem wir nicht durch Dumpingpreise konkurrieren wollen. Empfehlung: 

  • Die normale Codiergebühr beträgt 15 €.
  • ADFC-Mitglieder zahlen nur 5 € 

 

Was brauche ich zur Fahrradcodierung?

Die folgenden Sachen sind zu einer Fahrradcodierung mitzubringen: 

  • Das eigene Fahrrad
  • Ein Eigentumsnachweis (Kaufvertrag, Rechnung, Quittung) für das Fahrrad (ein Kassenbon ist nicht ausreichend) 
  • Etwas Zeit, die eigentliche Codierung dauert etwa 5-10 Minuten pro Fahrrad 
  • Ein Identitätsnachweis (Personalausweis/Reisepass) 
  • Die Codiergebühr 

Bei fehlendem Kaufvertrag werden die vom Eigentümer gemachten Angaben der Polizei zur Überprüfung zugesandt, um die "Legalisierung" eines gestohlenen Fahrrades zu vermeiden. 

 

Wichtig: Anbauteile am Rahmen, die das Ansetzen der Codiermaschine behindern (Flaschenhalter, Schlosshalterungen, Luftpumpen), sollten vorher schon entfernt werden, um die Codierung möglichst schnell abwickeln zu können. Bei allen Codieraktionen des ADFC ist in der Regel entsprechendes Werkzeug vorhanden, so dass die Teile vor Ort abgebaut werden können. 

Die häufigsten Fragen und Antworten

  • Mein Rad hat eine Rahmennummer. Reicht das denn nicht?
    Wissen Sie noch, wo Sie die Nummer zu Hause notiert haben? Und wenn: Es gibt keine zentrale Registrierung von Rahmennummern. Außerdem kommt dieselbe Rahmennummer mehrfach vor, weil sich die Fahrradhersteller in aller Welt nicht abstimmen. Wenn ein Fahrrad gestohlen wird, ist nur in seltenen Fällen die Rahmennummer der entscheidende Hinweis auf die Besitzerin/den Besitzer des Rades. Das beweisen die niedrigen Aufklärungsquoten beim Fahrraddiebstahl.
  • Warum ist denn ein Fahrradcode besser? 
    Weil er verrät, wer die wahre Eigentümerin/der wahre Eigentümer des Rades ist. Die ersten Buchstaben stehen für den Landkreis, die nächsten Ziffern für Wohnort und Straße. Dann folgen Hausnummer und Initialen der Besitzerin/des Besitzers. Der Vorteil des Systems: Man braucht keine Registrierung oder Verwaltung mehr. Jeder Polizeibeamte, der ein Fahrrad findet, kann per Funk über die Leitstelle erfahren, ob Code und vermeintlicheR BesitzerIn übereinstimmen.
  • Kann ein Dieb den Code nicht einfach wegschleifen?
    Kann er zwar, doch wird der Rahmen dadurch schwer beschädigt und womöglich unbrauchbar. Außerdem haben Polizei, ADFC und Fachhandel sich darauf geeinigt, den Code wann immer möglich an der gleichen Stelle (Sitzrohr, rechte Seite, oben) anzubringen. Wenn dort der Code abgeschliffen wurde, ist das leicht zu erkennen. Schließlich sollte der Code nie das alleinige Mittel gegen den Fahrradklau sein. Es gehört immer ein gutes Schloss und das An- und Abschließen des Rades an einem festen Gegenstand dazu!

 

Kontakt

Haben Sie Fragen zur Codierung oder möchten Sie einen Termin vereinbaren?

Dann schreiben Sie uns eine E-Mail an codierung-tuebingen [at] adfc-bw.de.

Häufige Fragen von Alltagsfahrer*innen

  • Was macht der ADFC?

    Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) ist mit bundesweit mehr als 190.000 Mitgliedern, die größte Interessenvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in Deutschland und weltweit. Politisch engagiert sich der ADFC auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene für die konsequente Förderung des Radverkehrs. Er berät in allen Fragen rund ums Fahrrad: Recht, Technik, Tourismus.

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  • Was bringt mir eine ADFC-Mitgliedschaft?

    Radfahren muss sicherer und komfortabler werden. Wir nehmen dafür – auch Dank Ihrer Mitgliedschaft – nicht nur Einfluß auf Bundestagsabgeordnete, sondern setzen uns auf Landes- und Kommunalebene für die Interessen von Radfahrern ein. Für Sie hat die ADFC Mitgliedskarte aber nicht nur den Vorteil, dass wir uns für einen sicheren und komfortablen Radverkehr einsetzen: Sie können egal, wo Sie mit Ihrem Fahrrad unterwegs sind, deutschlandweit auf die AFDC-Pannenhilfe zählen. Außerdem erhalten Sie mit unserem zweimonatlich erscheinenden ADFC-Magazin Information rund um alles, was Sie als Radfahrer politisch, technisch und im Alltag bewegt. Zählen können ADFC-Mitglieder außerdem auf besonders vorteilhafte Sonderkonditionen, die wir mit Mietrad- und Carsharing-Anbietern sowie Versicherern und Ökostrom-Anbietern ausgehandelt haben. Sie sind noch kein Mitglied?

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  • Was muss ich beachten, um mein Fahrrad verkehrssicher zu machen?

    Wie ein Fahrrad verkehrstauglich auszustatten ist, legt die Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) fest. Vorgesehen sind darin zwei voneinander unabhängige Bremsen, die einen sicheren Halt ermöglichen. Für Aufmerksamkeit sorgen Radler*innen mit einer helltönenden Klingel, während zwei rutschfeste und festverschraubte Pedale nicht nur für den richtigen Antrieb sorgen. Je zwei nach vorn und hinten wirkende, gelbe Rückstrahler an den Pedalen stellen nämlich darüber hinaus sicher, dass Sie auch bei eintretender Dämmerung gut gesehen werden können. Ein rotes Rücklicht erhöht zusätzlich die Sichtbarkeit nach hinten und ein weißer Frontscheinwerfer trägt dazu bei, dass Radfahrende die vor sich liegende Strecke gut erkennen. Reflektoren oder wahlweise Reflektorstreifen an den Speichen sind ebenfalls vorgeschrieben. Hinzu kommen ein weißer Reflektor vorne und ein roter Großrückstrahler hinten, die laut StVZO zwingend vorgeschrieben sind.

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  • Worauf sollte ich als Radfahrer achten?

    Menschen, die Rad fahren oder zu Fuß gehen, gehören zu den ungeschützten Verkehrsteilnehmern. Sie haben keine Knautschzone – deshalb ist es umso wichtiger, sich umsichtig im Straßenverkehr zu verhalten. Dazu gehört es, selbstbewusst als Radfahrender im Straßenverkehr aufzutreten, aber gleichzeitig defensiv zu agieren, stets vorausschauend zu fahren und mit Fehlern von anderen Verkehrsteilnehmern zu rechnen.Passen Sie Ihre Fahrweise der entsprechenden Situation an und verhalten Sie sich vorhersehbar, in dem Sie beispielsweise Ihr Abbiegen durch Handzeichen ankündigen. Halten Sie Abstand von Lkw, Lieferwagen und Kommunalfahrzeugen. Aus bestimmten Winkeln können Fahrer nicht erkennen, ob sich seitlich neben dem Lkw Radfahrende befinden. Das kann bei Abbiegemanövern zu schrecklichen Unfällen führen. Beachten Sie immer die für alle Verkehrsteilnehmer gültigen Regeln – und seien Sie nicht als Geisterfahrer auf Straßen und Radwegen unterwegs.

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  • Was ist der Unterschied zwischen Pedelecs und E-Bikes?

    Das Angebot an Elektrofahrrädern teilt sich in unterschiedliche Kategorien auf: Es gibt Pedelecs, schnelle Pedelecs und E-Bikes. Pedelecs sind Fahrräder, die durch einen Elektromotor bis 25 km/h unterstützt werden, wenn der Fahrer in die Pedale tritt. Bei Geschwindigkeiten über 25 km/h regelt der Motor runter. Das schnelle Pedelec unterstützt Fahrende beim Treten bis zu einer Geschwindigkeit von 45 km/h. Damit gilt das S-Pedelec als Kleinkraftrad und für die Benutzung sind ein Versicherungskennzeichen, eine Betriebserlaubnis und eine Fahrerlaubnis der Klasse AM sowie das Tragen eines Helms vorgeschrieben. Ein E-Bike hingegen ist ein Elektro-Mofa, das Radfahrende bis 25 km/h unterstützt, auch wenn diese nicht in die Pedale treten. Für E-Bikes gibt es keine Helmpflicht, aber Versicherungskennzeichen, Betriebserlaubnis und mindestens ein Mofa-Führerschein sind notwendig. E-Bikes spielen am Markt keine große Rolle. Dennoch wird der Begriff E-Bike oft benutzt, obwohl eigentlich Pedelecs gemeint sind – rein rechtlich gibt es große Unterschiede zwischen Pedelecs und E-Bikes.

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  • Gibt es vom ADFC empfohlene Radtouren für meine Reiseplanung?

    Wir können die Frage eindeutig bejahen, wobei wir Ihnen die Auswahl dennoch nicht leicht machen: Der ADFC-Radurlaubsplaner „Deutschland per Rad entdecken“ stellt Ihnen mehr als 165 ausgewählte Radrouten in Deutschland vor. Zusätzlich vergibt der ADFC Sterne für Radrouten. Ähnlich wie bei Hotels sind bis zu fünf Sterne für eine ausgezeichnete Qualität möglich. Durch die Sterne erkennen Sie auf einen Blick mit welcher Güte Sie bei den ADFC-Qualitätsradrouten rechnen können.

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