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Mit "radspaß" sicher auf dem E-Bike. © ADFC Baden-Württemberg

Spaß und Sicherheit auf dem E-Bike

 

Das Projekt „Radspaß – sicher e-biken“ bietet in Baden-Württemberg kostenlose Fahrsicherheitskurse an.

 

Der E-Bike-Boom hält an: Laut der deutschen Fahrradindustrie hat inzwischen knapp jedes vierte neu verkaufte Fahrrad in Deutschland einen Elektromotor. Wer zum ersten Mal auf einem E-Bike sitzt, merkt schnell, dass das Fahren etwas anders ist als auf dem herkömmlichen Rad: Pedelecs beschleunigen zügig, sind schneller und schwerer als Fahrräder ohne elektrische Unterstützung. Neulinge sollten sich daher ein wenig Zeit nehmen, ihr Rad besser kennenzulernen, um sich auf das neue Fahrgefühl einzustellen und sich sicher und mit Spaß fortzubewegen.

Sicherheit und Souveränität im Straßenverkehr

Ganz in diesem Sinne agiert das Projekt „radspaß – sicher e-Biken“ des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) und des Württembergischen Radsportverband (WRSV). Mit Unterstützung des Ministeriums für Verkehr Baden-Württemberg wurden Fahrsicherheitstrainings entwickelt, die E-Bike-Fahrer*innen Sicherheit in kritischen Situationen, Souveränität im Straßenverkehr und Fahrspaß vermitteln sollen. „Wer sein Pedelec gut beherrscht und weiß worauf es ankommt, fährt sicherer durch die Welt, hat dabei mehr Spaß und kommt entspannter ans Ziel“, sagt Benedikt Glitz vom ADFC Baden-Württemberg. Neben einer guten Rad-Infrastruktur sei das eine zentrale Voraussetzung dafür, dass mehr Menschen aufs Rad steigen und das Auto stehen lassen. Ob sicher anfahren, situativ bremsen, Hindernissen im städtischen Alltag ausweichen oder unbefestigte Naturtrails bewältigen ­– das Training soll allen zu Gute kommen, egal, ob Einsteiger*innen, Alltagsradler*innen oder sportlich ambitionierter Biker*innen.

Erste kostenlose Kurse in vier Landkreisen

In den vier Pilot-Landkreisen Böblingen, Rems-Murr, Konstanz und Tübingen wurden im ersten Schritt Trainer*innen ausgebildet, die jetzt bereits zum Teil ihre eigenen kostenlosen radspaß-Kurse anbieten. „Das radspaß-Training eignet sich für alle Personen, die das Pedelecfahren neu für sich entdeckt haben, Fragen rund um das E-Bike(-Fahren) haben oder einfach ein paar Koordinations-Übungen machen möchten“, erklärt Glitz. Bei den Kursen werden neben Fahrtechnik-Übungen zur Schulung der Koordination und Reaktion auch Themen der Verkehrssicherheit behandelt. In speziellen Übungen proben die Teilnehmer*innen spezielle Fahrsituationen, um in sicherer Umgebung ein Gefühl für das Rad zu entwickeln – und sich danach auch sicher und souverän im Straßenverkehr bewegen zu können. Das Projekt radspaß soll 2021 auf weitere baden-württembergische Landkreise ausgeweitet werden – „dafür suchen wir noch interessierte Landkreise wie Projektpartner*innen“, so Glitz.

Weitere Infos und Buchungen der radspaß-Kurse:
https://www.radspass.org/

 

https://tuebingen.adfc.de/pressemitteilung/spass-und-sicherheit-auf-dem-e-bike

Häufige Fragen von Alltagsfahrer*innen

  • Was macht der ADFC?

    Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) ist mit bundesweit mehr als 190.000 Mitgliedern, die größte Interessenvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in Deutschland und weltweit. Politisch engagiert sich der ADFC auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene für die konsequente Förderung des Radverkehrs. Er berät in allen Fragen rund ums Fahrrad: Recht, Technik, Tourismus.

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  • Was bringt mir eine ADFC-Mitgliedschaft?

    Radfahren muss sicherer und komfortabler werden. Wir nehmen dafür – auch Dank Ihrer Mitgliedschaft – nicht nur Einfluß auf Bundestagsabgeordnete, sondern setzen uns auf Landes- und Kommunalebene für die Interessen von Radfahrern ein. Für Sie hat die ADFC Mitgliedskarte aber nicht nur den Vorteil, dass wir uns für einen sicheren und komfortablen Radverkehr einsetzen: Sie können egal, wo Sie mit Ihrem Fahrrad unterwegs sind, deutschlandweit auf die AFDC-Pannenhilfe zählen. Außerdem erhalten Sie mit unserem zweimonatlich erscheinenden ADFC-Magazin Information rund um alles, was Sie als Radfahrer politisch, technisch und im Alltag bewegt. Zählen können ADFC-Mitglieder außerdem auf besonders vorteilhafte Sonderkonditionen, die wir mit Mietrad- und Carsharing-Anbietern sowie Versicherern und Ökostrom-Anbietern ausgehandelt haben. Sie sind noch kein Mitglied?

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  • Was muss ich beachten, um mein Fahrrad verkehrssicher zu machen?

    Wie ein Fahrrad verkehrstauglich auszustatten ist, legt die Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) fest. Vorgesehen sind darin zwei voneinander unabhängige Bremsen, die einen sicheren Halt ermöglichen. Für Aufmerksamkeit sorgen Radler*innen mit einer helltönenden Klingel, während zwei rutschfeste und festverschraubte Pedale nicht nur für den richtigen Antrieb sorgen. Je zwei nach vorn und hinten wirkende, gelbe Rückstrahler an den Pedalen stellen nämlich darüber hinaus sicher, dass Sie auch bei eintretender Dämmerung gut gesehen werden können. Ein rotes Rücklicht erhöht zusätzlich die Sichtbarkeit nach hinten und ein weißer Frontscheinwerfer trägt dazu bei, dass Radfahrende die vor sich liegende Strecke gut erkennen. Reflektoren oder wahlweise Reflektorstreifen an den Speichen sind ebenfalls vorgeschrieben. Hinzu kommen ein weißer Reflektor vorne und ein roter Großrückstrahler hinten, die laut StVZO zwingend vorgeschrieben sind.

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  • Worauf sollte ich als Radfahrer achten?

    Menschen, die Rad fahren oder zu Fuß gehen, gehören zu den ungeschützten Verkehrsteilnehmern. Sie haben keine Knautschzone – deshalb ist es umso wichtiger, sich umsichtig im Straßenverkehr zu verhalten. Dazu gehört es, selbstbewusst als Radfahrender im Straßenverkehr aufzutreten, aber gleichzeitig defensiv zu agieren, stets vorausschauend zu fahren und mit Fehlern von anderen Verkehrsteilnehmern zu rechnen.Passen Sie Ihre Fahrweise der entsprechenden Situation an und verhalten Sie sich vorhersehbar, in dem Sie beispielsweise Ihr Abbiegen durch Handzeichen ankündigen. Halten Sie Abstand von Lkw, Lieferwagen und Kommunalfahrzeugen. Aus bestimmten Winkeln können Fahrer nicht erkennen, ob sich seitlich neben dem Lkw Radfahrende befinden. Das kann bei Abbiegemanövern zu schrecklichen Unfällen führen. Beachten Sie immer die für alle Verkehrsteilnehmer gültigen Regeln – und seien Sie nicht als Geisterfahrer auf Straßen und Radwegen unterwegs.

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  • Was ist der Unterschied zwischen Pedelecs und E-Bikes?

    Das Angebot an Elektrofahrrädern teilt sich in unterschiedliche Kategorien auf: Es gibt Pedelecs, schnelle Pedelecs und E-Bikes. Pedelecs sind Fahrräder, die durch einen Elektromotor bis 25 km/h unterstützt werden, wenn der Fahrer in die Pedale tritt. Bei Geschwindigkeiten über 25 km/h regelt der Motor runter. Das schnelle Pedelec unterstützt Fahrende beim Treten bis zu einer Geschwindigkeit von 45 km/h. Damit gilt das S-Pedelec als Kleinkraftrad und für die Benutzung sind ein Versicherungskennzeichen, eine Betriebserlaubnis und eine Fahrerlaubnis der Klasse AM sowie das Tragen eines Helms vorgeschrieben. Ein E-Bike hingegen ist ein Elektro-Mofa, das Radfahrende bis 25 km/h unterstützt, auch wenn diese nicht in die Pedale treten. Für E-Bikes gibt es keine Helmpflicht, aber Versicherungskennzeichen, Betriebserlaubnis und mindestens ein Mofa-Führerschein sind notwendig. E-Bikes spielen am Markt keine große Rolle. Dennoch wird der Begriff E-Bike oft benutzt, obwohl eigentlich Pedelecs gemeint sind – rein rechtlich gibt es große Unterschiede zwischen Pedelecs und E-Bikes.

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  • Gibt es vom ADFC empfohlene Radtouren für meine Reiseplanung?

    Wir können die Frage eindeutig bejahen, wobei wir Ihnen die Auswahl dennoch nicht leicht machen: Der ADFC-Radurlaubsplaner „Deutschland per Rad entdecken“ stellt Ihnen mehr als 165 ausgewählte Radrouten in Deutschland vor. Zusätzlich vergibt der ADFC Sterne für Radrouten. Ähnlich wie bei Hotels sind bis zu fünf Sterne für eine ausgezeichnete Qualität möglich. Durch die Sterne erkennen Sie auf einen Blick mit welcher Güte Sie bei den ADFC-Qualitätsradrouten rechnen können.

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